Indische Götter / indische Mythologie
Wer sich mit dem faszinierenden Land Indien auseinandersetzt oder seinen nächsten Urlaub dort verbringen möchte, wird mit der interessanten Mythologie des Landes konfrontiert. Hier spielen indische Götter eine zentrale Rolle und man wird oft den Namen Shiva zu hören bekommen. Shiva gilt in der indischen Mythologie als Teil der göttlichen Trinität Brahmna-Vishnu-Shiva. Er manifestiert sich dabei auch als Zerstörer. Diese indische Götter stellen drei göttliche Aspekte von drei fundamentalen Kräften der Natur dar: Erhaltung, Schöpfung und Zerstörung. Shiva verkörpert dabei Tamas - die Tendenz zur Vernichtung und Auflösung. Shiva bedeutet wörtlich übersetzt "vielversprechend, günstig". Indische Götter, wozu auch Shiva gehört, haben bei der Darstellung eine tiefgründige Bedeutung. Shiva wird oft als jung und schön mit weißer Hautfarbe dargestellt. Betrachtet man Bilder von Künstlern, fallen die drei Augen und die vier Arme auf. In zwei seiner Händen hält er, wie für indische Götter üblich, einen Dreizack und eine Trommel. Die zwei anderen Hände nehmen eine symbolische Stellung ein, welche als Bedeutung von Schutz und Gewährung von Wohltaten interpretiert werden.
Indische Götter weisen mystische Symbole auf. So ist zu erkennen, dass die Augen Shivas weder ganz offen noch ganz geschlossen sind. Sie sind halb geschlossen. Dass jedes Shiva Auge halb geschlossen ist, ist eine heilige Position. Indische Götter mit geöffneten Augen weisen auf jemanden hin, der der Welt offen respektive zugewandt ist. Gäbe es ein geschlossenes Shiva Auge, würde dies symbolisieren, dass sich jemand von der Welt zurückgezogen hat. Da das Shiva Auge respektive die drei Augen nur halb geschlossen sind, bedeutet dies, dass sein Bewusstsein im Innern selbst ruht. Interpretiert man, dass das Shiva Auge halb geöffnet ist, symbolisiert dies, dass sein Körper in der äußeren Welt aktiv bleibt. Da Shiva Auge hat bei Betrachten dennoch eine mystische Wirkung.
Indische Götter haben oft mehr als eine Bedeutung oder nehmen gleich mehrere Stellungen in der Mythologie eine. So stellt Shivas Aspekt als Ardhanarisvara ihn als halb Mann und halb Frau dar. Der männliche Teil ist Shiva und der weibliche Teil Shakti. Diese Darstellung symbolisiert die bipolare Natur der Erde - die Gleichheit von Frau, in diesem Fall Shakti, und der Mann, aber auch die Vereinigung von Shiva-Shakti, welche zur geistigen Erleuchtung führt. In der indischen Mythologie ist die Welt bipolar, das heißt, dass alles als Gegensatz charakterisiert wird, wobei dies nur mit zwei gegensätzlichen Meinungen der Natur funktioniert. Dieses Prinzip wird mit Shiva und Shakti dargestellt.
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